Ich habe mir vor ein paar Tagen vorgenommen, für meine Entwicklung einmal testweise TeamCity zu installieren, damit ich beim Entwickeln dessen Funktionen nutzen kann. Da ich inzwischen auf einem iMac daheim bin und meine C# Entwicklung mit einer virtuellen Maschine mache, auf der ein Windows 7 läuft, wollte ich den Server für TeamCity auch gerne virtuell abbilden. Dabei habe ich mich natürlich für eine Linux-Maschine entschieden, da diese nicht so viel Platz braucht, wie ein weiteres Windows. Meine Wahl viel dabei auf Ubuntu, weil ich dieses Betriebssystem sehr schätze. Es läuft Stabil und ist einfach zu bedienen.
Die notwendige Software findet man also hier:
1. VirtualBox
2. TeamCity
Nach der Installation von VirtualBox auf dem Mac, beginnt die Installation des Ubuntus. Dazu wählt man im Dialog von VirtualBox den Button “New”

Im Schluss klickt man sich durch den Startdialog des Assistenten.

Danach wählt man einen Namen für die virtuelle Maschine und das Betriebssystem (in meinem Fall die 64 bit Variante)

Da ich in meiner Maschine 12GB Speicher zur Verfügung habe, bin ich großzügig und spendiere dem Server 1GB davon.
Nun steht das erstellen einer virtuellen Festplatte an. Ich entscheide mich dabei für eine Festplatte mit 8GB Speicherplatz, welcher in eine VDI-Datei liegen wird und sich dynamisch erweitert.

Danach wird mir noch eine Zusammenfassung angezeigt, die ich Quittiere und fertig ist die virtuelle Maschine.

Nun müssen noch ein paar Einstellungen bei der Maschine getroffen werden. Dazu wählt man die Maschine aus und drückt oben auf den Button “Ändern”.
Beim Reiter “Audio” schalte ich das Audiosystem aus, da es sich um einen Server handelt, der keine Audiodateien abspielen soll.

Der Rest bleibt erst einmal unverändert.
Nun starte ich die Maschine, indem ich sie auswähle und “Starten” wählen. Der Startassistent erscheint und hilft mit bei der Installation des Betriebssystems.

Als Installationsmedium wähle das zuvor heruntergeladene ISO des Ubuntu Servers aus.

Bei der Zusammenfassung wähle ich “Starten” und die Installation beginnt. Ich wähle “Deutsch” als Sprache aus und starte die Serverinstallation.

Jetzt folgt man zuerst einmal der der Aufforderung zur Eingabe der Buchstaben, was dann in diesem Dialog endet.

Nach einem kurzen Ladevorgang und der automatischen Netzwerkkonfiguration wird man gebeten, den Servernamen festzulegen. Dann folgt die Wahl der Zeitzone.

Bei der Partitionierung entscheide ich mich für die Vorgabe. Durch das Einrichten von LVM habe ich nachher die Möglichkeit eine weitere Partition hinzuzufügen und sie mit der Hauptplatte zusammenzuschliessen um mehr Platz zu haben, sollte diese notwendig sein.


Nun folgt die Installation des Grundsystems. Das ist ein guter Zeitpunkt, um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen oder eine Cola … oder Wasser …
Jetzt noch fix den Benutzer einrichten und den Benutzerordner unverschlüsselt lassen, da es sowieso nur ein Entwicklungsserver für interne Zwecke sein wird.

Beim Prüfen auf Updates wird das System leider keine Netzwerkverbindung herstellen können. Diese müssen wir später einrichten, weil sie leider nicht mehr “Out-Of-The-Box” funktioniert. Falls es doch funktioniert, dann ist es um so besser. Ändern müssen wir die Netzwerkeinstellungen nach trotzdem.

Weitere Softwarepakete werden nicht installiert.

Zum Abschluss muss noch der Bootloader installiert werden. Und schon ist das Serversystem fertig zum Starten.

Nachdem die Maschine neu gestartet hat, ist das Linux fertig installiert und kann eingerichtet werden.
Nach der Anmeldung am Server mit den erstellten Zugangsdaten geht es erstmal weiter mit der Netzwerkinstallation. Standardmäßig bekommt der Rechner eine IP-Adresse im 10.x.x.x Netzwerk. Um ihn von Aussen erreichbar zu machen, muss man die Netzwerkkonfiguration ändern und ihm eine feste IP-Adresse zuweisen.
Zum Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle klingt man im VirtualBox Ubuntu Fenster unten auf das Symbol mit den beiden kleinen Bildschirmen und wählt “Netzwerkadapter…”


Hier wählt man nun die Netzwerkbrücke aus. Dadurch wird der virtuelle Rechner im Netzwerk wie eine eigene Maschine verwendet. In meinem Fall läuft das Netzwerk über die WLAN-Schnittstelle meiner iMacs.
Nach der Bestätigung mit “OK” kann mit der Festlegung der festen IP-Adresse begonnen werden. Dazu verwendet man den Befehl:
sudo vi /etc/network/interfaces

Hier ändert man die Netzwerkverbindung nun auf die gewünschte Einstellung. (Wer mehr zur Konfiguration wissen möchte findet hier mehr.)
Jetzt das Netzwerk neu starten.
sudo /etc/init.d/networking restart
Ein Ping z.B. aus google.de oder web.de sollte nun Ergebnisse bringen.

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